Panini: Schweini und Gomez tauchen auf – ausgerechnet jetzt

Ist schon ein seltsamer Zufall, dass ich beim ersten Panini-Päckchen-Kauf nach dem denkwürdigen Champions-League-Finale der Bayern das Münchner DFB-Duo Schweinsteiger und Gomez sowie den kroatischen Noch-Bayern Olic erwische … naja, oder auch nicht: Ich hatte schließlich beim Bonus in Stuttgart-Heslach für 4,99 Euro recht viele Panini-Bilder gekauft. Egal.

Jetzt die entscheidende Frage:
Wer will mit mir tauschen? Dann einfach ins Kommentarfeld dieses Blogeintrags hineinschreiben. Ich verschicke gerne meine Doppelten im Briefumschlag quer durch das Land und tausche 1:1.

Hier meine Doppelten (Stand: 21. Mai):
34, 36, 56, 67, 74, 95, 95, 95, 96
103, 124, 124, 132, 158, 158, 173, 179, 183, 190
206, 210, 215, 238, 240, 255, 264, 266, 277, 283
300, 314, 314, 324, 355, 356, 392
452, 472, 465, 487, 494, 494, 496
500, 537

Die Euro 2012 durchgetippt: Deutschland Top, Portugal Flop

Screenshot: kicker.de

Vor wenigen Minuten wurden die Vorrundengruppen für die Fußball-EM 2012 in Polen/Ukraine ausgelost. Bei kicker online (siehe obiger Screenshot) habe ich sie mal eben durchgespielt – und wie ich es auch drehe und wende: Europameister wird Deutschland!

Und die Überraschungsmannschaft heißt Russland, die in Gruppe A Erster wird und im Viertelfinale Holland rausschmeißt. Der Flop des Turniers wird Portugal: 3 Spiele, 3 Niederlagen und 4:7 Tore, Letzter in der deutschen Gruppe B.

Natürlich kann ich mit meinem Tipp vollkommen daneben liegen und beispielsweise Russland scheidet sang- und klanglos in der Vorrunde aus und Deutschland muss früh nach Hause nach fliegen. Kann sein, keine Frage.

Aber: Bei meiner Prognose für die Play-offs zur EM lage ich immerhin schon mal richtig.

Das Warten kann beginnen: EM-Auslosung in 50 Tagen

Quelle/Screenshot: http://www.uefa.com

Die EM-Qualifikation ist so gut wie beendet und das deutsche Team, das sich nebenbei hübsch was dazu verdient hat, hat spielerisch leicht den Sprung zum Turnier im nächsten Jahr in Polen und der Ukraine gepackt. Für Nationalmannschaftsfans wie mich sind nun die Playoffs am 11./12. und 15. November von Interesse, bevor es dann zum fußballerischen Höhepunkt des Restjahres 2011 kommt: Die Gruppenauslosung für die EM 2012 am 2. Dezember in Kiew!

Und da bereits zwölf von 16 Ländern sowie die Play-off-Paarungen – Türkei vs Kroatien, Estland vs Irland, Tschechien vs Montenegro, Bosnien-Herzegowina vs Portugal – feststehen und eine Auflistung der Uefa-Koeffizienten der Nationen vorliegt, spekuliere ich hier mal ein bisschen herum.

Also, das hier ist Fakt:
Für die Auslosung sind sicher gesetzt in …
… Topf 1: Polen, Ukraine (sind nunmal beide Gastgeber), Spanien, Niederlande
… Topf 2: Deutschland, Italien, England, Russland (jaja, wundert mich auch) – auf Italien und England und Russland kann das DFB-Team in der Vorrunde also mit Sicherheit nicht treffen
… Topf 3: Griechenland (Europameister von 2004, echt jetzt), Schweden, Dänemark – sowie ein Land aus dem Trio Frankreich/Kroatien/Portugal (siehe Erklärung A)
… Topf 4: Sieger aus Estland vs Irland, Sieger aus Tschechien vs Montenegro – sowie zwei weitere Nationen (siehe Erklärung B)

Notwendige Erklärung:
A: Sollte sich Kroatien (Koeffizient: 32,723) in den Play-offs gegen die Türkei durchsetzen, wäre Kroatien in Topf 3 und der Sieger aus Bosnien vs Portugal (31,202) sowie Frankreich (30,508) in Topf 4. Sollte Kroatien gegen die Türkei aber verlieren, wäre Portugal bei einem Erfolg über Bosnien in Topf 3 und Frankreich in Topf 4. Sollten Kroatien und Portugal scheitern, wäre Frankreich plötzlich in Topf 3.
B: Die Türkei und Bosnien können es maximal in Topf 4 schaffen. Für die zwei offenen Plätze kommen aber auch noch Portugal und Frankreich in Frage (siehe Erklärung A).

Meine Prognose:
Ich tippe darauf, dass sich bei den Play-offs im November allesamt die vermeintlichen Favoriten durchsetzen werden: Kroatien (gegen die Türkei), Irland (gegen Estland), Tschechien (gegen Montenegro) und Portugal (gegen Bosnien) schaffen im Nachsitzen die EM-Quali. Kroatien würde dann in Topf 3 rutschen, Portugal, Irland und Tschechien zu Frankreich in Gruppentopf 4.

Meine Spielerei:
So sähe dann die meiner Meinung nach schwerste Gruppe mit Deutschland aus – die Journalisten-Kollegen würden sie wohl „Todesgruppe“ taufen:
Spanien, Deutschland, Kroatien, Frankreich
(falls Kroatien in den Play-offs scheitern und Portugal die Quali packen würde, sähe die Todesgruppe so aus: Spanien, Deutschland, Portugal, Frankreich)

Und das wäre wohl die für Deutschland leichteste Gruppe:
Polen, Deutschland, Griechenland, Irland

Aber wahrscheinlich kommt eh alles ganz anders und Deutschland wird in diese Gruppe hier gelost:
Ukraine, Deutschland, Dänemark, Tschechien
Das wäre auch vollkommen okay … ich werde dann mal am Abend des 2. Dezember schauen, wie weit ich daneben gelegen habe.

Die alte Bayern-Schule – ein 4:0 gegen Kasachstan

Das 4:0 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Kasachstan war ein locker herausgespielter Sieg. Da nach drei Minuten bereits das 1:0 fiel, war es ein entspannter Abend für die Fußballfans im Fritz-Walter-Station in Kaiserslautern sowie für die vor den Fernsehern – naja, und auch die DFB-Kicker ließen es gemächlich angehen.

Klar, stehen doch wichtige – gibt es eigentlich auch wichtige? – Spiele zur Endphase der Saison an: Europacup, Pokal, Meisterschaft. Manch einem passte da so ein überflüssiges lästiges Spiel gegen Kasachstan, die auch noch ohne ihren besten Mann Heinrich Schmidtgal von RWO mauerten antraten, nicht in die Terminplanung. Hier also in Kurzform die Benotung der deutschen Nationalspieler – nach dem vom Kicker bestens bekannte Schulnotensytem (mit Halbnoten):

Manuel Neuer: 2,5 – Entschärfte einige Schüsschen der Kasachen, spielte ordentlich mit, verschwitzte sein Trikot nicht.

Philipp Lahm: 3 – Versuchte einiges nach vorne zu machen, wirkte aber im Vergleich etwa zu Özil technisch unbegabt. Hinten so gut wie fehlerfrei.

Per Mertesacker: 3,5 – Fiel kam auf, was für einen Verteidiger kein schlechtes Zeichen ist.

Holger Badstuber: 3 – Wirkte kopfballstärker als Mertesacker. Durfte wohl spielen, weil er Linkfsuß ist. Seine Chancen auf einen Stammplatz sind durch die Partie mit Sicherheit nicht schlechter geworden.

Dennis Aogo: 4 – Wollte in der ersten Halbzeit allen zeigen, wie wertvoll er auf der offensiven linken Außenbahn ist. Verrannte sich allerdings oft, technisch ging auch nicht viel. Lief sich zwar immer wieder frei, das muss man aber auch erwarten.

Bastian Schweinsteiger: 3,5 – Spielte einige miese Bälle, aber auch viele gute. Hatte enorm viele Ballkontakte, war der Chef im Mittelfeld. Machte sich nach seiner Torvorlagen in der 3. Minute einen ruhigen Abend.

Sami Khedira: 3,5 – Hätte nach Özil-Flanke eigentlich kurz vor dem Ende ein Kopfballtor machen müssen, zielte aber vorbei. Wenige Momente später legte er selbstlos quer zu Kloses 4:0. Auch er wirkte Özil (und etwa Podolski) gegenüber technisch einfach.

Thomas Müller: 2,5 – Der WM-Torschützenkönig machte zwei Tore, wuselte über die rechte Seite, verstolptere auch mal einen Ball – also alles wie gewohnt. Er ist und bleibt ein Phänomen.

Mesut Özil: 3 – Er schonte sich ab Minute vier für die nächsten Aufgaben bei Real Madrid. Aber auch mit halber Kraft gelangen ihm zwei Torvorlagen, für Standardsituationen muss man aber auch nicht sprinten. Immer wieder schön, ihm zuzusehen. Bei Real wirkt er aber irgendwie doppelt so schnell.

Lukas Podolski: 3,5 – Schoss ein paar Mal, flankte ein paar Mal, klatsche ein paar Mal seine Mitspieler ab – und ab ging’s unter die Dusche. Poldi gehört zum Inventar der DFB-Elf. Und gegen Kasachstan fiel er kaum auf.

Miroslav Klose: 2 – Tor nach drei Minuten, Tor zwei Minuten vor dem Ende. Miro Klose bildete die Klammer dieses Kasachen-Kicks. Ach, wie schön, dass die Partie auch in seiner Heimat Kaiserslautern war. Ob er sich das alles so erträumt hatte? Ach, nee, diese Frage haben schon alle anderen Journalisten gestellt. Ein Miro Klose träumt nicht, er spielt und schaut Fußball.

Einwechslungen:

Mario Gomez/ab 65. Minute für Podolski: keine Note – Dass er mal mit Klose zusammen auf dem Platz steht, ist selten. Zu einem Gomez-Tor hat aber auch das nicht gereicht. Bei einer akrobatischen Beinausstreckung ging der Ball knapp links am Kasten vorbei. Die Frisur saß.

Toni Kroos/ab 78. für Schweinsteiger: keine Note – Hatte kaum Ballkontakte, spielte souverän seinen Stiefel runter. Alte Bayern-Schule eben.

Mario Götze/ab 78. für Müller: keine Note – Wollte als einer der wenigen noch was zeigen, dribbelte im Kasachen-Strafraum rum, schoss auch aufs Tor. Schaffte es wieder, auf sich aufmerksam zu machen.