Deutsche Nationalelf im WM-Finale gegen Argentinien: Ich bin #aneurerseite!

Stuttgart war gestern, Frankfurt ist heute

Warum ich zuletzt mehrere Fotos der schicken Skyline in Frankfurt geschossen und hier gepostet habe, beispielsweise nach einer Joggingeinheit am Main? Warum ich das neue Panini-WM-Album am Frankfurter Hauptbahnhof gekauft habe? Und warum ich bereits seit Mitte Februar nichts Neues mehr aus Stuttgart(-Heslach) gebloggt habe?

Na, weil ich kürzlich von Stuttgart nach Frankfurt gezogen bin, künftig nicht mehr bei Stuttgart Internet Regional (SIR) arbeite, somit das Pressehaus in Stuttgart-Möhringen verlassen habe (siehe Foto unten) – und am 1. April beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Online-Redakteur anfange.

Die dreieinhalb Jahre in Stuttgart waren schön, aufregend und lehrreich. Und nun freue ich mich riesig darauf, Frankfurt und den DFB kennen zu lernen. Die ersten Eindrücke sind schon mal spitze.

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Nach den Kriterien von 1963: Wenn der DFB heute die Bundesliga gründen würde…

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Traditionell gehört der VfB Stuttgart – hier ein Foto aus dem Inneren der Mercedes-Benz-Arena – zum Inventar der Fußball-Bundesliga.

Dass zum Start der Fußball-Bundesliga in der Saison 1963/64 nicht alles rund lief und sich der DFB besonders bei der Auswahl der 16 Mannschaften – den Gründungsmitgliedern – schwer tat, ist hinlänglich bekannt. Gladbach und der FC Bayern etwa gehörten damals nicht zu den auserwählten Klubs, dafür aber beispielsweise 1860 München, der MSV Duisburg und der 1. FC Saarbrücken.

Daran wieder einmal erinnert wurde ich durch den wunderbaren Text, den Sportjournalist Boris Herrmann für die Süddeutsche Zeitung unter der Überschrift „Rechnen bis zum Wunschergebnis“ (hier als PDF angehängt, leider nicht online auf süddeutsche.de – warum eigentlich nicht?) aufgeschrieben und nun veröffentlicht hat.

Besonders interessiert hat mich daran die Aufzählung der sonderbaren Kriterien, nach denen die Kommission unter dem Vorsitz des späteren DFB-Präsidenten Hermann Neuberger die 16er-Liga zur Premiere zusammenstellte.

Boris Herrmann zufolge wurde damals ein „bizarrer Qualifikationsmodus, die sogenannte Zwölfjahreswertung“ entwickelt: „Jeder Verein, der zwischen 1951 und 1963 in einer der fünf Oberligen spielte, erhielt pro Saison drei Punkte. Den Erstplatzierten der Abschlusstabellen wurden 16 Zähler gut geschrieben. Der Zweite bekam 15, und so weiter. Die Punkte aus den Jahren 1956 bis 1959 wurden verdoppelt, jene von 1960 bis 1963 verdreifacht. Für die Platzierungen in den Endrunden um die deutsche Meisterschaft gab es weitere Bonuspunkte. Der Meister und der Pokalsieger erhielten ferner 20 Zähler extra, die Finalisten 10.

Und diese Regelung habe ich nun einfach mal auf die vergangenen zwölf Jahre, also von der Bundesliga-Saison 2000/01 bis einschließlich der Saison 2011/12, auf 18 Mannschaften angewendet. Das wäre ja nun mal für den fiktiven Fall nötig, wenn der DFB auf die Idee käme, im Sommer 2013 einen Liga-Wettbewerb, nennen wir ihn verrückterweise „Fußball-Bundesliga“, starten wollen würde…

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„Kämpfen und siegen“ – ein Foto aus der Heimkabine des VfB Stuttgart.

Die entsprechenden Extrapunkte (für Meister und Vize, für Pokalsieger und Vize, Bundesliga-Zugehörigkeit, Verdoppelung der Saisons 06/07-08/09, Verdreifachung der Saisons 09/10-11/12) habe ich ebenfalls mit eingerechnet, die zweifelhaften regionalen Gesichtspunkte von vor 50 Jahren allerdings weggelassen. War auch so schon kompliziert genug.

Den sportlichen DFB-Kriterien aus dem Jahr 1963 folgend kommt im Spätherbst 2012 diese (Excel-)Tabelle heraus:

  1. FC Bayern München – 654 Punkte
  2. FC Schalke 04 – 435
  3. Borussia Dortmund – 421
  4. Werder Bremen – 395
  5. Bayer 04 Leverkusen – 365
  6. VfB Stuttgart – 340
  7. Hamburger SV – 266
  8. VfL Wolfsburg – 259
  9. Hannover 96 – 206
  10. Hertha BSC Berlin – 189
  11. 1. FC Nürnberg – 176
  12. Bor. Mönchengladbach – 150
  13. FSV Mainz 05 – 130
  14. Eintracht Frankfurt – 119
  15. 1. FC Kaiserslautern – 115
  16. SC Freiburg – 110
  17. TSG Hoffenheim 1899 – 108
  18. VfL Bochum – 104
  19. 1. FC Köln – 103
  20. Energie Cottbus – 58
  21. Arminia Bielefeld – 57
  22. Hansa Rostock – 52
  23. TSV 1860 München – 41
  24. Karlsruher SC – 26
  25. MSV Duisburg – 19
  26. FC Augsburg – 18
  27. Alemannia Aachen – 17
  28. 1. FC Union Berlin/FC St. Pauli – 10
  29. SpVgg Unterhaching – 6
  30. Fortuna Düsseldorf/SpVgg Greuther Fürth u.v.m. – 0

Also:

  • Dass die Bayern, Schalke, der BVB und Werder diese Tabelle der vergangenen zwölf Jahre anführen, ist nicht wirklich überraschend, holte das Quartett in diesem Zeitraum doch 21 der 24 Titel (Meister und DFB-Pokal). Lediglich der VfB Stuttgart (Meister 2007), der VfL Wolfsburg (Meister 2009) und der 1. FC Nürnberg (Pokalsieger 2007) konnten mal dazwischen grätschen.
  • Aus dem Teilnehmerfeld der Bundesliga 2012/13 wären lediglich der FC Augsburg (aktuell die zweite Saison im Oberhaus in der Vereinsgeschichte), die SpVgg Greuther Fürth  (aktuell die allererste Saison im Oberhaus) und Fortuna Düsseldorf (von 1999 bis 2009 dritt- oder viertklassig) nicht qualifiziert.
  • Der VfL Bochum würde doch überraschend und hauchdünn den Vorzug vor dem 1. FC Köln bekommen und wäre in der ersten Liga dabei. Ebenso wären die aktuellen Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern und Hertha BSC dabei.
  • Dass Hertha BSC Berlin als Hauptstadt-Vertreter die sportlichen Kriterien erfüllt, käme wahrscheinlich überall gut an.
  • Der 1. FC Union Berlin (noch nie in der Bundesliga dabei) taucht im obigen Ranking allein deswegen auf, da der Klub 2000/01 das DFB-Pokalfinale erreicht hatte.

Panini: Das sind meine Doppelten (Folge 2)

Trotz der klitzekleinen EM-Vorbereitungskrise der deutschen Fußball-Nationalelf hatte ich es beim heutigen Panini-Treffen im Stuttgarter Pressehaus vor allem auf DFB-Kicker abgesehen. Mit Kollege Tobias Köhler von der Stuttgarter Zeitung habe ich mir in Philipp Lahm, Lukas Podolski und Thomas Müller gleich drei Deutsche ertauscht.
Mir fehlen nun nur noch drei DFB-Porträts: Eines müsste Manuel Neuer sein (Nr. 229), ein anderes Mesut Özil (Nr. 241), das dritte (Nr. 237) weiß ich jetzt nicht. Irgendwer zwischen Höwedes und Khedira.

Na ja, und außer den drei Porträts fehlen mir von Deutschland auch noch das Maskottchenbild, das DFB-Wappen, zwei Teamfotos und zwei „In Action“-Bilder…

Folgende doppelte Panini-Bilder kann ich derzeit zum Tausch anbieten (Stand: 30. Mai):

34, 36, 56, 59, 67, 74, 88, 95, 96
124, 132, 158, 179, 183
206, 215, 238, 240, 248, 255, 264, 273, 277
300, 301, 314, 324, 327, 334, 355, 371, 377
415, 419, 429, 444, 454, 465, 470, 472, 482, 487, 494
515, 517, 521, 533, 537

Wer will mit mir tauschen? Dann einfach ins Kommentarfeld dieses Blogeintrags hineinschreiben. Ich verschicke gerne meine Doppelten im Briefumschlag quer durch das Land und tausche 1:1.